Digital Banking – jetzt oder nie!

Banken gelten als „early adopters“ der IT, als digitale Vorreiter, die Trends früher umsetzen als anderen Branchen. Trotzdem mangelt es vielen Finanzunternehmen an Zeit und Mitteln, um die Digitale Transformation voranzutreiben. Der Einsatz einer Digitalisierungsplattform kann Abhilfe schaffen. Lesen Sie, warum sich die Investition in die Entwicklung passender Softwarelösungen lohnt.

An der Digitalisierung führt  in Deutschlands Banken kein Weg vorbei – daran besteht kein Zweifel. Allerdings gewinnt man in letzter Zeit nicht den Eindruck, dass es im Zahlungsverkehr (Paydirekt und Instant Payments), bei Blockchain oder Open Banking (APIs) große digitale Fortschritte gibt. So droht die gesamte Industrie den Anschluss an die Technologiegiganten aus dem Silicon Valley zu verlieren. Symptomatisch sind die Aussagen eines Chief Digital Officers, der die Situation seines Hauses so auf den Punkt brachte: „Wir bewegen uns mit dem Tempo einer Wanderdüne in Richtung Digitalisierung. Mit höchster Priorität werden gesetzliche Vorgaben umgesetzt. Danach kommen die notwendigen Anpassungen in den bereits laufenden Systemen. Und schließlich das strategische Großprojekt für den Vorstand.“ Unsere Mitarbeiter sind damit montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr beschäftigt. Für die Digitalisierung ist dann vielleicht am Samstagnachmittag um 15 Uhr noch etwas Zeit.“

Zeit- und Ressourcenmangel bremst Banken aus

Eins wird deutlich: Für die Digitalisierung fehlen Unternehmen Ressourcen und Zeit. Das bestätigt der kürzlich erschienene Monitoring-Report „Wirtschaft Digital 2017“ des BMWi. Demnach liegt der Digitalisierungsgrad der deutschen Wirtschaft bei 54 von 100 möglichen Indexpunkten.

Bei allen Projekten, so der zitierte CDO, werde immer wieder auf die gleichen Personen in der IT und im Fachbereich zurückgegriffen. Zudem seien wesentliche Teile des verfügbaren Budgets in diesen Maßnahmen gebunden. Für die eigentlich gewünschten Initiativen rund um Digitalisierung und Innovation stehen dann im besten Fall nur 20 Prozent der Finanzmittel zur Verfügung.

Kosten sparen mit einer Digitalisierungsplattform

Dabei könnten die Budgets durch den Einsatz einer Digitalisierungsplattform deutlich entlastet werden. Der Einsatz dieser Plattform zielt auf zwei große Hebel ab:

  1. Die bessere Planung der Business- und IT-Transformation – hier liegen gewaltige Effizienzpotenziale, wenn man bedenkt, dass in Projekten mitunter 25 Prozent Risikopuffer für Verzögerungen oder ungeplante Aktivitäten vorgesehen sind. Gelingt es, diesen Risikopuffer durch eine bessere Planung und die Analyse von Abhängigkeiten zu den tatsächlich betroffenen Prozessen und Systemen zu verringern, so werden wertvolle Ressourcen für Innovationsprojekte frei.
  2. Die Entwicklung neuer Produkte und Services auf Basis einer Entwicklungsplattform, die den Entwickler dadurch entlastet, dass nicht mehr so viel codiert werden muss. Durch den Einsatz moderner Entwicklungswerkzeuge können bei der Entwicklung von Services, der Gestaltung von Prozessabläufen, der Bereitstellung von APIs und der Integration von Systemen deutliche Entlastungen der Budgets erreicht werden. Die Integration von Systemen lässt sich mit dem richtigen Werkzeug beispielsweise rund 30 Prozent schneller durchführen. Hochgerechnet auf die gesamte Bank kommen so schnell Millionenbeträge zusammen.

Standardsoftware ist keine Alternative

Natürlich bedeutet der Einsatz einer Digitalisierungsplattform auch, dass eine Bank zunächst mehr Geld in die Entwicklung von Software investiert. Aber genau diese Investition ist notwendig, um innovative Produkte und Services anbieten zu können.  Mit Standardsoftware würde das zu lange dauern und ermöglicht darüber hinaus keine wirkliche Differenzierung im Markt.

Jetzt ist der richtige Zeitpunkt für Banken, um die Weichen in Richtung konsequenter und erfolgreicher Digitalisierung zu stellen. Wenn im Herbst die Budgets für das kommende Jahr festgelegt werden, sollte daher auch über die Verwendung einer Digitalisierungsplattform nachgedacht werden. So können die Budgets entlastet und perspektivisch 50 Prozent für die Umsetzung innovativer Projekte verwendet werden. Banken tun gut daran, die Entwicklung von Software wieder als Kernkompetenz zu begreifen, um sich so langfristig ihre Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.

Sie möchten mehr zu den Chancen der Digitalisierung in der Finanzbranche erfahren? Für mehr Informationen zu innovativen Lösungen klicken Sie hier.

Steffen Lorenz

Principal Consultant bei SAG Deutschland GmbH
Steffen Lorenz arbeitet als Principal Consultant für die SAG Deutschland GmbH. Als Diplom-Wirtschaftsinformatiker beobachtet und bewertet er aktuelle Wirtschaftstrends, individuelle Kundenanforderungen und neueste Technologien.
Als Experte schreibt Steffen Lorenz über Lösungsstrategien zur erfolgreichen Transformation in Richtung Digitales Unternehmen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.