Schöne neue Zukunft: Sag „Hallo“ zu Deinem virtuellen Assistenten

Das Internet der Dinge kann mit Sensoren ausgestattete Geräte überwachen und wird demnächst vermutlich sogar Einkäufe für uns vereinfachen. Ein „virtueller Assistent“ kann zu Hause, im Büro und unterwegs semiautonom agieren und feststellen, welche Lebensmittel oder Artikel demnächst ausgehen und Produkte automatisiert bestellen, bevor wir selbst überprüfen, dass wir sie brauchen.

Glühlampen, rezeptpflichtige Medikamente, Druckerpatronen, Kaffee für die Kantine und Stifte für Meeting-Räume – all das kann der virtuelle Assistent bestellen. Er kann einen Tisch im Lieblingsrestaurant reservieren und sucht im Online-Kalender nach einem freien Zeitfenster für die nächste fällige Autoinspektion. Es ist, als ob wir einen persönlichen Planer hätten, der unsere Bedürfnisse kennt, bevor wir sie bewusst wahrnehmen.

Lizenz zum Liefern
So sagt Ajith Sankaran, Senior Vice President bei Blueocean Market Intelligence: „Die Kombination des Internet der Dinge mit Big Data schafft unendlich viele Möglichkeiten. Mit dem richtigen Mix aus vernetzten Geräten und Echtzeit-Kundendaten können Einzelhändler ihren Kunden individuell zugeschnittene Werbeangebote und Einkaufserlebnisse bieten.”

Amazon hat mit seinem Dash-Button in den USA einen Trend gesetzt: Dieser Button verbindet sich mit dem WLAN und macht das Zuhause dank des Internet der Dinge und der Unterstützung durch den Einzelhandel zu einem Smart Home, in dem jederzeit Produkte bestellt werden können.

Sicherheit darf nicht fehlen
Die Einsatzmöglichkeiten für virtuelle Assistenten sind riesig. Aber natürlich müssen Sicherheits- und Datenschutzfragen geklärt sein, bevor die Verbraucher diesem Trend folgen.

Um einzukaufen, müssen virtuelle Assistenten mit E-Commerce-Plattformen kommunizieren können. Dafür sollten deren Funktionen über APIs erweitert werden, um diese Art von Interaktion zu unterstützen. Mit anderen Worten: Die Dinge werden befähigt, mit den Plattformen zu kommunizieren, um Einkäufe zu tätigen. Außerdem müssen Dinge authentifiziert und autorisiert sein, um im Namen des Kunden einzukaufen. Zusätzlich werden Systeme zur Steuerung der Dinge benötigt.

Die Internet-der-Dinge-Community wäre gut beraten, sich die Entwicklung des elektronischen Aktienhandels anzusehen. Heute kaufen und verkaufen Computer Aktien im Namen der Händler. Aber bis es soweit war, gab es einige Herausforderungen zu bewältigen. Erst durch Echtzeitüberwachung der elektronischen Märkte konnte man Probleme wie beispielsweise den Knight-Capital-Flash-Crash in den Griff bekommen.

Das Internet der Dinge wird einiges an Vorsichtsmaßnahmen und Aufsichtsinstrumenten brauchen, bevor wir unseren zukünftigen virtuellen Assistenten wirklich alles anvertrauen können.

Dr. Juergen Kraemer

Dr. Juergen Kraemer

Vice President bei Software AG
Dr. Jürgen Krämer leitet als Vice President bei der Software AG das Produkt Management für die Bereiche Apama Streaming Analytics und Universal Messaging. Darüber hinaus wirkt er federführend bei der strategischen Ausrichtung der Bereiche Internet of Things (IoT), Predictive und Big Data Analytics mit. Als erfahrener Entrepreneur und technologieaffiner Ideengeber befasst er sich mit dem Einsatz neuer Technologien, um Innovationen hervorzubringen, neue Geschäftsfelder zu erschließen und deren nachhaltiges Wachstum zu fördern. Er ist Autor zahlreicher Publikationen in Journalen und Fachbüchern, Sprecher auf internationalen Konferenzen und ein strategischer Ratgeber in Business-Workshops.

Dr. Jürgen Krämer zählt laut Capital Magazin zu Deutschlands „Top 40 unter 40“ Talenten im Bereich Wirtschaft und ist seit 2013 Mitglied des BITKOM Management Clubs. Er studierte Diplom-Informatik mit Nebenfach Physik, promovierte an der Philipps-Universität Marburg in Informatik mit Auszeichnung, erhielt ein Stipendium des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie und eine Managementausbildung der European Business School. Zudem war er ein Gründer und der Geschäftsführer der RTM Realtime Monitoring GmbH, einem preisgekrönten Spin-off der Universität Marburg, das 2010 durch die Software AG übernommen wurde.
Dr. Juergen Kraemer

Ein Kommentar zu “Schöne neue Zukunft: Sag „Hallo“ zu Deinem virtuellen Assistenten”

  1. Poder sagt:

    Als eine gratis Alternative können Sie für Remote Desktop AEROADMIN testen.
    Ich hoffe, das hilft.

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