Wie das Internet der Dinge Schulen, Fabriken und unser Denken verändert

Auf der Hannover Messe haben wir gezeigt, wie das Internet der Dinge unsere Arbeit und unser Leben auf den Kopf stellt.

Die Digitalisierung und in ganz besonderem Maße das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) verändern unseren Alltag.  So gut wie alles, was wir im täglichen Leben benutzen, wird über Sensoren mit der digitalen Welt verbunden: Smartphones, Laptops, Autos, Kühlschränke, einfach alles.

Dabei ist die digitale Transformation längst kein rein technisches Thema mehr. Sie ist zu einem grundlegenden Teil unserer Gesellschaft geworden.  Und gerade deshalb ist es wichtig, die Digitalisierung dafür zu nutzen, Dinge zum Besseren zu verändern, indem wir Innovationsbarrieren in unseren Schulen, Fabriken und Köpfen abschaffen.

Im Rahmen seiner G20-Präsidentschaft organisierte Deutschland im April in Düsseldorf das erste Treffen der G20-Digitalminister und zwar zum Thema “Digitalization: Policies for a Digital Future”. Zum ersten Mal brachte Brigitte Zypries, Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, die für Digitalisierung zuständigen Minister an einen Tisch, um die Herausforderungen der digitalen Transformation für die weltweit größten Volkswirtschaften zu erörtern. Ziel war es, Erfahrungen und Best Practices auszutauschen, wie neue und innovative Ansätze für die Gestaltung der digitalen Zukunft  gefördert werden können.

Hier einige Ergebnisse der Diskussion der G20-Digitalminister: Die Digitalisierung soll weiter auf globalem Niveau vorangetrieben werden, um so das Potenzial für Wachstum und Beschäftigung zu nutzen. Außerdem soll die digitale Zusammenarbeit für die industrielle Wertschöpfung (“digital networking for industrial value creation”) gefördert werden. Die Minister waren sich einig, dass es von größter Bedeutung ist, auf höchster Ebene aktiv zu werden. Ganze Industriezweige haben sich dank des rasant wachsenden Netzwerks der „Dinge“ und der mit dem Internet verbundenen Sensoren bereits auf den Weg gemacht in Richtung digitale Transformation.

Die Hannover Messe, die vom 24.-28. April in Hannover stattgefunden hat, ist der Ort, an dem Deutschland gezeigt hat, welche Rolle die Digitalisierung in einer der wichtigsten Industrienationen weltweit spielt. Mehr als 200.000 Besucher haben dort die Vorzüge von Industrie 4.0 live erlebt.

Wir von der Software AG haben auf unserem Stand anhand verschiedener Showcases gezeigt, wie IoT-Softwarelösungen ganze Branchen verändern können. Zusammen mit unseren Innovationspartnern haben wir unsere gemeinsamen IoT-Lösungen für Industrie 4.0 vorgestellt, ganz im Sinne des Mottos „Made in Digital Germany”. Das Schlagwort, das alle unsere Showcases verbindet, ist „Co-Innovation“. Und unser Slogan „Unleash your Vision #withoutcompromise” bringt zum Ausdruck, dass auch klassische, traditionelle Unternehmen zu den Gewinnern der Digitalisierung gehören können. Mit der Übernahme von Cumulocity hat die Software AG nicht nur ihre IoT-Software-Services vervollständigt. Sie erlaubt uns auch eine stärkere Fokussierung auf Operational Technology (OT), also auf die  Funktion der „Dinge“, womit wir unsere Kunden wiederum neue Potentiale für ihre Geschäftsmodelle bieten können.

Der Prozess der Digitalisierung ist die schnellste und umfassendste Welle der Veränderung, die die Industrie seit langem gesehen hat. Industrie 4.0 oder das industrielle Internet wird in Zukunft zum Antriebsmotor der Wirtschaft. Das Internet der  Dinge ist die neue digitale Wirklichkeit, auf der Unternehmen ihre Geschäftsmodelle werden aufbauen müssen. Es bietet unendliche Möglichkeiten, aber auch Herausforderungen, die es für traditionelle Unternehmen zu überwinden gilt.  Es wird also darauf ankommen, sich für das digitale Zeitalter zu rüsten, um auch weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben. In Hannover haben wir die faszinierenden Möglichkeiten des Internet der Dinge aus erster Hand gezeigt.

Karl-Heinz Streibich

Karl-Heinz Streibich

CEO bei Software AG
Karl-Heinz Streibich ist Vorstandsvorsitzender der Software AG. Er ist Mitglied des Aufsichtsrates der Deutschen Telekom AG, der Dürr AG und der Deutschen Messe AG, sowie ehrenamtlich tätig im Präsidium des deutschen IT–Verbands BITKOM und hält den Co-Vorsitz der Plattform „Digitale Verwaltung und öffentliche IT“ des Nationalen IT-Gipfels der Bundeskanzlerin. Zudem ist er Mitbegründer des deutschen Exzellenzclusters für Software.
Karl-Heinz Streibich

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